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Filmkritik

Cruising

Spielfilm von 1977 (USA)
Regie: William Friedkin. Hauptdarsteller: Al Pacino.

 
Cruising In der schwulen SM-Szene des New York der 70er Jahre geht ein Massenmörder um. Er gehört offen-
bar zur Szene und nutzt die sexuelle Promiskuität seiner Opfer für sein grausames Geschäft aus. Ein hetero-
sexueller Polizist
wird beauftragt, in die Subkultur einzutauchen und dort als Undercover-Agent zu ermitteln, weil er genau dem Typ entspricht, den der Täter offenbar bevorzugt. Er bereitet sich gründlich auf seine Aufgabe vor und kann sich schließlich auf den Szenetreffs wie ein Insider bewegen.

Die intensive Beschäftigung mit seiner Rolle läßt ihn jedoch neue Seiten an sich entdecken, die ihm nicht geheuer sind. Das verursacht bei ihm eine Identitätskrise, die sogar seine Ehe gefährdet und ihm darüberhinaus seine Aufgabe nicht gerade leichter macht. Plötzlich steht er dem Mörder gegenüber ...

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Kommentar:
 
Der Film bietet neben der spannenden Handlung auch eine sehr eingehende und anscheinend recht getreue Milieuschilderung, die ganz auf diskriminierende Untertöne verzichtet (abgesehen von einem ärgerlichen Text im Vorspann, in dem die SM-Szene von der übrigen — „guten“? — Schwulenszene abgegrenzt wird, die mit dem Film nicht verunglimpft werden solle).

Cruising
Heteros zeigt der Film Unterschiede, die es auch in der deutschen schwulen Szene im Vergleich zur Hetero-Szene gibt, z. B. die Kennzeichnung besonderer eigener Neigungen durch Taschentücher ganz bestimmter Farben, die jeweils rechts (passiv) oder links (aktiv) aus den Gesäßtaschen heraushängen („Hanky-Code“).

Al Pacino muß natürlich bei dieser Rolle sein ganzes schauspielerisches Können aufbringen, um die seelische Gratwanderung bei dem Wechsel zwischen bügerlicher Familienidylle und dem „Dschungel“ der Szene, in die er eintaucht, zu verdeutlichen. Das gelingt ihm aber m. E. sehr gut! Daß er dann doch am Schluß erschüttert und mehr oder weniger reumütig in die Arme seiner Frau zurückkehrt, darf man dem Film angesichts seiner Herkunft und Zeit wohl nicht verübeln. Er bleibt auf jeden Fall sehenswert.

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Zuletzt geändert am 28. November 2004.
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