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aber noch wundervoller ist das Erlebnis.“
(Oscar Wilde, englischer
Schriftsteller und Dandy, 1854-1900)
 
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Christopher Street Day:

SMler auf dem CSD 2004 in Frankfurt
Ein Bericht von SMash-Autorin Sandra

•SMler auf der CSD-Parade
•SMash-Infostand auf dem CSD
•Aktionen auf dem Infostand
•Akzeptanz und Verbindungen
•Links

Foto: CSD-Parade 2004: BDSM-Wagen
© Wolfgang 2004

SMler auf der CSD-Parade

Am Samstag, den 17.7.2004 fand unter dem Motto „Gestern allein — heute stark — morgen?“ in Frankfurt am Main die Parade anläßlich des 12. Christopher Street Day statt. Laut Polizei zogen ca. 3000 Menschen an Tausenden von Zuschauern vorbei, die sich auch durch kurze Regenschauer nicht davon abhalten ließen, sich das bunte Spektakel anzusehen. Gegen 11 Uhr setzte sich der Zug von ca. 30 LKWs in Bewegung und zog vom Römerberg gen Konstablerwache, wo die Parade gegen 14 Uhr endete.

Auch die hessischen SMler nahmen wieder mit eigenem Wagen an der Parade teil. Ein gutgelauntes Völkchen von ca. 50 Personen aus Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Offenbach und vielen weiteren hessischen Orten zogen durch Frankfurt und wurden von sogar aus Berlin, Bonn, Köln und Wien angereisten SMlern beim Feiern tatkräftig unterstützt. Aufgrund von breit gestreuter Anzeigen nahmen in diesem Jahr auch einige SMler teil, die bislang noch keinen Kontakt zur organisierten SM-Szene hatten.

Unter dem Banner von BDSM Hessen zeigte man fröhlich und selbstbewußt Gesicht — auf, vor, hinter und neben einem buntgeschmückten Wagen, zwischen Andreaskreuz und Käfig, Luftballons und Teddies. Die bunte Gruppe tanzte und lachte in Chiffon, in Uniformen, in Korsetts, Lack, Leder oder auch fast gar nicht bekleidet und stieß bei den Zuschauern auf Neugierde und sehr positive Resonanz. Die beiden Chopper-Fahrräder waren hier noch ein ganz besonderer Blickfang — ganz nach dem Motto „Gender Trouble“ war hier auch auf den zweiten Blick kaum zu erkennen, welchem Fahrer/welcher Fahrerin welchem Geschlecht zuzuordnen war.

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Foto: CSD-Parade 2004: Chopper-Fahrräder
© Jesco 2004

Auch in diesem Jahr schlossen sich spontan Zuschauer der Gruppe an. Und so mancher Zuschauer nutzte die Chance, endlich einmal herauszufinden, wie sich ein Peitschenhieb auf dem Hintern anfühlt. Das muntere Treiben der SMler war bei dieser CSD-Parade sicherlich einer der ganz großen Hingucker.

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SMash-Infostand auf dem CSD

Im Anschluß an die Parade traf man sich beim Infostand in der Großen Friedberger Straße, wo die Frankfurter SM-Gruppe SMash bereits zum zwölften Mal Präsenz zeigte und die den Stand in diesem Jahr gemeinsam mit dem Verein BDSM Hessen e.V. organisierte und tatkräftig von Mitgliedern der Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. (BVSM) unterstützt wurde. Hier kam man zusammen, um die Erlebnisse der Parade nochmals Revue passieren zu lassen, zu klönen und die Füße hochzulegen. Und von hier aus konnte man dann gemeinsam weiterziehen zur After-CSD-Fetischparty im Frankfurter Gothic-Club „Cave“, die von „Bats Empire“ organisiert wurde und zum Tanzen und Spielen einlud..

Foto: CSD-Stand 2004
© Apadravya 2004

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Der Infostand war jedoch bei weitem mehr als der Treffpunkt der SMler im Anschluß an die Parade. Hier ergaben sich viele interessante Gespräche mit Passanten, die Informationen zu SM allgemein, zu den hessischen Stammtischen, zu Aufgaben und Zielen von BDSM Hessen, der BVSM und dessen Arbeitskreis Kunst und Kultur erhalten konnten, aber auch über die neue Abrechnungspraxis der Krankenkassen, die eine Lockerung des Datenschutzes und des Arztgeheimnisses bedeutet, und das Projekt „Mayday“, das Notfallberatung anbietet und SM gegenüber offen eingestellte Fachleute („Kink Aware Professionals“) vermittelt. Durch das breite Informationsangebot und die Vielzahl der ausliegenden Infoblätter ergaben sich mannigfaltige Möglichkeiten, auf die Passanten zuzugehen, oder aber innerhalb der persönlichen Gespräche auf das jeweilige Anliegen eingehen zu können.

Aktionen auf dem Infostand

Der liebevoll mit Bannern, Ketten und Rosen hergerichtete Stand, die bunte Standbesatzung und die Auslagen mit Büchern und Infomaterial erregten Aufmerksamkeit und luden zum genaueren Hinsehen, zum Schmökern und Verweilen ein. Um auch intensiveren Gesprächen Raum zu geben, gab es im und am Stand mehrere Möglichkeiten, sich abseits des Trubels in Ruhe zu unterhalten oder aber in den ausliegenden Büchern und Materialien zu schmökern. Hier hatte jeder die Möglichkeit, die anwesenden Mitglieder der hessischen Stammtische und dem BVSM nach Herzenslust mit neugierigen Fragen zu löchern.

Foto: Bondage auf dem CSD 2004
©
Apadravya 2004

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Besonders am Sonntag, den 18.7.2004 wurde der Stand von SMash Frankfurt und BDSM Hessen e.V. zu einer der Attraktionen der Infostraße mit ihren ca. 80 Infoständen, über die trotz Blitzschauern und Sturmwarnung an diesem Wochenende viele Tausende von Besuchern flanierten. Vor dem Stand wurden spontan kleinere Bondagevorführungen gegeben, die sich auf Nachfrage von Passanten zu richtiggehenden Workshops entwickelten. Da wurde Knotenkunde diskutiert, Tips wurden weitergegeben und so mancher Passant wollte gerne einmal ausprobieren, wie sich Bondage anfühlt oder selbst einmal jemanden fesseln. Immer wieder bildeten sich Trauben von interessierten und aufgeschlossenen Zuschauern um den Stand. Und auch die Standbesatzung der benachbarten Stände beteiligte sich an diesem fröhlichen Austausch, bei dem schließlich nicht nur Knotentechniken, sondern sogar so manches Gleitmittel-Rezept weitergegeben wurde.

Akzeptanz und Verbindungen

Dem „Hetero-SM“-Infostand wurde seitens der homosexuellen Community eine große Akzeptanz entgegengebracht. Aber darüberhinaus ergaben sich auch auf Vereinsebene für den BDSM Hessen e.V. viele Kontakte, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden sollen und die deutlich für ein positiveres Bild der SM-Communities in der Öffentlichkeit sprechen. So wurde die Ausstattung des Infostandes durch eine freundliche Leihgabe der Aidshilfe Gießen komplettiert. Die Kontakte zum Schwulen Landesverband Hessen (SLH e.V.) konnten fortgeführt werden. Und es ergaben sich sehr interessante Gespräche mit der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, bei der der Arbeitskreis „Menschenrechtsverletzungen aufgrund sexueller Identität“ eine Möglichkeit zur Mitarbeit und Zusammenarbeit bieten könnte.

Foto: Besucher des BDSM-Standes
© Apadravya 2004

Der CSD 2004 in Frankfurt am Main war also auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht und interessante Gespräche und neue Bekanntschaften hervorgebracht. Ein Dank an alle Teilnehmer und Helfer, die motiviert, zupackend und vor allen Dingen fröhlich diesen CSD zu einem gelungenen Auftritt werden ließen und das alles erst möglich machten!

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Links:

•CSD-Seiten vom Gay-Web Frankfurt
•CSD-Fotogalerie von BDSM Hessen e.V. (ab 27.07.)
•SM-Gruppe „SMall-Gießen“
•BVSM e.V.: Bundesvereinigung Sadomasochismus

 


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Zuletzt geändert am 02. Dezember 2005.
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