SMash — die SM-Gruppe in Frankfurt am Main
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„This guy says, ‘I’m perfect for you,
‘cause I’m a cross between a macho
and a sensitive man.’
I said, ‘Oh, a gay trucker?’“

(Judy Tenuta, amerikanische
Komödiantin und Autorin)

 
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Die SMash-Aktiven
 
Kej — „the tomboy of the group“
 
Portraitfoto Kej Eine Frau in meinem Bett

Ich hatte ihn vor einem halben Jahr kennengelernt. Mein erstes offenes, mehrtägiges SM-Event. Überwältigt von der Vielfalt der Anwesenden wurde ich sofort krank und verliebte mich ausserdem in ein halbes Dutzend der Teilnehmerinnen.

Er hielt sich etwas abseits. Schüchtern? Jedenfalls immer mit einem herzlichen und einladenden Lächeln auf dem Gesicht. Frech. Frech und still. Spannend.

Irgendwie brachte ich es über Umwege zu einer Spiel-Verabredung, die ich dann wegen meiner Krankheit nicht einlösen konnte. Die Sehnsucht blieb.

Jetzt saß er da, im Café. Das herzlich frech-schüchterne Lächeln auf dem Gesicht. Wir hatten uns nicht geschrieben. Wir wussten kaum etwas voneinander. Ich hatte ihn mindestens den Nachmittag für mich. Herzklopf.

Wir knüpften sofort an das Gespräch an, das wir vor einem halben Jahr geführt hatten. Beziehungen. Beziehungen jenseits von homo, hetero, mono, poly, ... Liebe, Eifersucht. Wie gehe ich mit den Lieben meiner Liebe um? Wie begegne ich der Eifersucht? Wir tauschten Erfahrungen aus. Darüber, wieviel angenehmer es sei, wenn man die Beziehungen seiner Liebe kennen- und mögen gelernt hätte. Küsse zu dritt. Die Hilflosigkeit, wenn eine Liebe sich vernachlässigt fühlt. Die Schuldgefühle, keinem wirklich gerecht werden zu können. Ich fühlte mich wohl. Verstanden. Verstanden im gemeinsamen Bedürfnis nach einem liebevollen und fairen Umgang mit eigenen Gefühlen und den Bindungen zu anderen. Ich schmolz dahin. Es kam dann auch zur gemeinsamen Nacht. Als ich halb nackt vor ihm lag, sagte er erfreut-verwundert: „Jetzt habe ich eine Frau im Bett ... “

Zunächst fühlte ich mich auch so. Schmiegte mich an seinen zarten Körper. Wir redeten weiter. Über seine Liebe. Über die Eifersucht. Passend kam eine SMS: „Viel Spaß Euch beiden!“.

Ich kämpfte. So spannend es für mich war, mich über Bindungen zu mehreren Menschen auszutauschen, so sehr wollte ich seine Aufmerksamkeit für mich. Wollte ihn besitzen. Wollte ihn ausfüllen für diesen Augenblick. Ich kämpfte. Uns fielen die Augen zu. Immer längere Pausen entstanden. Ich fragte und durfte ihn anfassen. Neben ihm fühlte ich mich stark und kräftig. Meine Hand umfasste ihn am Kopf und an der Taille. Ich traute mich nicht, den Busen oder gar mehr zu berühren. Ich kannte ihn nicht. Ich wusste nicht, wie er zu seinem weiblichen Körper stand. Er schien sich dafür nicht zu schämen und wollte auch kein Testosteron nehmen. Dennoch. Ich war vorsichtig. Er ist so schön. Ich kämpfte um seine Aufmerksamkeit.

Irgendwann veränderte sich die Stille. Ich war gerade mit den Fingern an seinem Mund. Er blieb still, ließ mich in sich hinein. Er fiel. Ich hatte ihn. Endlich. Welch ein Genuss.

Später tauschten wir zwei kurze Mails aus. Ich bedankte mich für die Nähe, die er mir gewährt hatte. Er sagte, er sei nun um eine SM-Erfahrung reicher und sprach mich — ungefragt — in der männlichen Form an.

 eMail an Kej.


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schreibregeln.Dieser Beitrag erscheint auf besonderen
Wunsch ausnahmsweise in „neuer Rechtschreibung“.)
 

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Zuletzt geändert am 15. Februar 2005.
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